Zu dir

 

Lauf ich allein um die Welt,

dahin, wo nie jemand war,

wo alles groß ist und frei,

bist du zur gleichen Zeit da,

und alles trägt deinen Namen,

doch nichts verrät, wie es war.

Und wenn ich 10.000 Meilen

über Berge und Meere reise

und wenn ich bleibe,

wo’s dir gar nicht gefällt,

kann ich immer nur lauter

deine Stimme hören.

 

Und alle reden und sagen: geh weiter,

doch es geht

immer nur zu dir.

 

Und weil du immer das bist,

was ich in anderen seh,

ist alles gar nicht so anders,

nur die Namen verdreht,

doch alle Farben verblassen,

wenn sie keiner mehr trägt.

Und das, was wahr ist, zerfällt,

und das, was war, ist entstellt,

seit nichts mehr steht, wo es war

und alles aussieht wie neu,

und heute bist du seit 23 Tagen vorbei.

 

Und alle sagen mir: geh einfach weiter,

doch es geht

immer nur zurück.

 

 

Ich fahr allein durch die Stadt,

es riecht nach Regen

und heißen Straßen

und einer hat das Licht angelassen,

als er wegging und sich

nicht nochmal umgedreht hat.

Sag mir, wie nah geht zu zweit,

was kommt, wenn gar nichts mehr geht,

alles dreht sich um das,

was doch keine anderer versteht,

und das Meer ist noch weit,

wenn man das Land nicht mehr sieht.

 

Und alle reden und sagen: geh weiter,

doch ich geh

immer nur zu dir.

 

Und jetzt fehlst du auch da,

wo ich dich nie vermisst hab,

gerade da, wo du nicht warst,

seh ich jetzt dein Gesicht,

und alle Worte sind nicht mehr,

was sie waren ohne dich.

Und jeder nach dir, der nach

ein paar Tagen noch da ist,

und der bleibt, bis ich geh,

obwohl ich nie richtig da war,

dahin, wo ich nichts seh,

sieht mich neben dir gehen.

 

Und dann sagst du: Lass los und geh weiter....

und ich geh.